Jolie Marie Kühner gewinnt Bundes-Nachwuchschampionat der Ponyspringreiter

Darmstadt/Warendorf – 14./15. Februar 2021

 Jolie Marie Kühner (11) von der Reitakademie München heißt die Gewinnerin des  Bundes-Nachwuchschampionates der Ponyspringreiter 2021, das am vergangenen Wochenende auf dem Hofgut Kranichstein in Darmstadt ausgetragen wurde.

Im Finale der besten fünf Teilnehmerinnen pilotierte die Tochter von Springreiter Max Kühner den Pony-Schimmelhengst Del Piero (v. Dexter Leam Pondi) couragiert durch den Final-Parcours. Als zudem jüngste Teilnehmerin beeindruckte Jolie mit stilistisch feinen, fehlerfreien Runden im Finale mit zwei Umläufen und gewann das Championat mit einer Gesamtwertnote von 17,8.  Die Silbermedaille erritt die Westfälin Helena Becker (RFV Albersloh) mit Christoph Columbus (Wertnote 17,7), Bronze holte die Hessin Theresa Hildebrandt (Wetterauer RV Friedberg) mit Benjamin (Wertnote 17,1).

Nach dem ersten Final-Umlauf mit 22 Teilnehmern lagen die fünf besten Reiterinnen des Stilspringens eng beisammen – in der Wertnote nicht mal einem Springfehler entsprechend. Bis zu Jolies Ritt führte die Westfälin Helena Becker (RV Albersloh). Mit ihrem Sieg in der Einlaufprüfung am Vortag wurde die fein reitende Tochter von Bundestrainer Otto Becker als Favoritin gehandelt.

Doch „abgerechnet wird zum Schluss“, wie eine Ponykind-Mutter bemerkte – sie sollte recht behalten: Denn im ersten Final-Umlauf unterlief Becker am letzten Sprung ein Fehler – Wertnote nach Abzug „nur“ 8,5. Im zweiten Umlauf legte sie fehlerlos mit einer 9,2 im zweiten Umlauf eine Traumnote vor. Aber Jolie Kühner blieb cool und konterte wie ein Profi: Fehlerfrei und stilistisch top reitend. Das bedeutete den Sieg – mit einem Zehntel Vorsprung in der Gesamt-Wertnote.

Zuvor hatte der einem Bundes-Nachwuchschampionat gerecht werdende Final-Parcours auf M-Niveau die 22 Reiterinnen und Reiter im ersten Umlauf des Finales gefordert. Das dreiköpfige Richtergremium um Sprecher Klaus Blässing achtete betont auf Details bei der Wertnotenvergabe für den Stil der Reiterinnen und Reiter, um das Feld auf dem hohen Niveau in der Spitze zu rangieren.

Zum Finale waren 25 Reiter-Pony-Paare aus ganz Deutschland nach Südhessen aufs landgräfliche Hofgut angereist. Hier konnte das Veranstalter-Team von „Kranichstein-Events“ um Andreas Wendenburg und Stefan Schäfer aufgrund des genehmigten Hygienekonzeptes auch diese Sport-Bundesveranstaltung im Rahmen seines „Kranichstein Indoors – Youth Meeting“ durchführen.

Dem Finale der von der „Horst-Gebers-Stiftung“ unterstützten bundesweiten Nachwuchsförderung waren 5 Sichtungstermine der unter 16-jährigen Pony-Springreiter in Deutschland vorangegangen, unter der Leitung ihres Bundestrainers Karl Brocks. Die Prüfungen im Finale – eine Einlaufprüfung am Vortag und das Finale mit zwei Umläufen – wurden als Stilspringen ausgetragen. In den zweiten Final-Umlauf kamen 2021 die besten fünf Paare des ersten Umlaufes.

Pressekontakt für Kranichstein-Events: Jan Reumann 0163 / 50 99999

 

 

Darmstadt/Pfungstadt – 13./16.Febr.2021

Johannes Brodhecker heißt der Gewinner des Förderpreises der „Dieter-Hofmann-Stiftung“ 2020.  Im Serien-Finale der renommierten Jugend-Springsportförderung, das am vergangenen Samstag im Rahmen des „Kranichstein Indoors Youth Meeting“ auf dem Hofgut Kranichstein in Darmstadt nun für 2020 ausgetragen wurde, siegte der 21-jährige Reiter vom RFV Wolfskehlen mit seinem Westfalen-Wallach Quashquai (v. Quidam’s Rubin), vor Elias Hohler (RFV Viernheim) mit Winningmoon, Eva Kunkel (RFV Ronneburger Hügelland) mit Cobuss sowie Vorjahressiegerin Riana Eisenmenger (RFV Niederzeuzheim) mit DSP Coralie.

Der besondere Modus im abschließenden Finalteil – der Pferdewechsel der vier besten Reiterinnen und Reiter – sollte erneut den Ausschlag für den Sieg in diesem M**-Stilspringen um den DHS-Förderpreis für den hessischen Springreiternachwuchs geben. Vier Qualifikationsturniere gab es dazu in 2020.  Bereits 2017 hatte Johannes Brodhecker, jüngster Sohn einer bekannten Reiterfamilie, das Finale der Dieter-Hofmann-Stiftung einmal erreicht. Diesmal gelang ihm der Sprung ganz oben aufs Treppchen – dank seines eigenen Könnens und der Eigenheit seines Pferdes. Und des Losglücks:

Denn Brodhecker zog beim Pferdewechsel mit dem hochveranlagten Pferd der Finalistin Eva Kunkel das ganz große Los. Er ritt Kunkels Wallach besser durch den Springparcours als seinen eigenen – und das nicht nur gut, sondern hervorragend. Der Hesse fand sich auf Anhieb mit dem Holsteiner zurecht, die beiden meisterten den Parcours in bester Manier. Das war dem Richtergremium ein „Sehr gut“ wert (9,2). Zusammengerechnet mit der Wertnote 8,5 für die Vorstellung im Sattel seines eigenen Pferdes bedeutete das den Sieg für Brodhecker. Und einen Scheck über EUR 3.000,- .

Im Gegenzug sollte sich Brodheckers Pferd, der quirlige 14-jährige Quashquai, beim Wechsel im Finale zu seiner „neuen“ Reiterin für diese als Prüfung erweisen: Für die erst 14-jährige Eva Kunkel – die Jüngste im Finale – war der Westfalen-Wallach an diesem Tag eine Herausforderung. Am Ende reichte es für ein knappes „Gut“ (7,2), was zusammen mit der formidablen Vorstellung ihres eigenen Pferdes (9,2) zu Bronze für Kunkel reichte. Platz Vier ging an Vorjahressiegerin Riana Eisenmenger, die mit dem Pferd Winningmoon von Elias Hohler am Ende wenig Chancen auf den Sieg hatte.

Vor dem Finale war Kunkel als Favoritin gehandelt worden, führte die Schülerin von Andreas Wendenburg nach vier Qualifikationen die Rangliste an und gewann noch in Darmstadt die letzte Wertungsprüfung zum Förderpreis. Der Grund für den Erfolg: Mit ihren 14 Jahren sitzt die Langenselbolderin bereits seit 10 Jahren im Sattel. Sie war hessische Landesmeisterin der Ponyspringreiter und Mitglied im Bundes-Nachwuchskader. Letztes Jahr erfolgte der Wechsel ins Juniorenlager. Dabei gelang ihr gleich der Sprung ins Finale der „Dieter-Hofmann-Stiftung“.
Auf Platz Zwei mit der kombinierten Wertnote 17,0 der 17-jährige Elias Hohler aus Viernheim. Auch er erreichte erstmals das Finale und machte nachdrücklich auf sich aufmerksam, wie fein er sowohl sein eigenes als auch das Pferd DSP Coralie von Eisenmenger vorstellte.

„Genau solche jungen Talente zu finden und zu fördern, das ist unser Ziel und freut uns.“ zeigte sich Daniel Kircher begeistert, Stiftungsvorstand der Dieter-Hofmann-Stiftung.

Pressekontakt: Jan Reumann – 0163 / 50 99999 – info@opremium-images.de

 

 

 

Zum Saisonstart in Kranichstein kommt auch Olympiasiegerin Dorothee Schneider / Platz zwei für Claudia Feldmann

Von Udo Döring

DARMSTADT. Die Wettkampfpause war kurz – wenn man in Corona-Maßstäben und an andere Sportarten denkt. Sechs Wochen, nachdem der zweite Lockdown für die einzige Absage gesorgt hatte, nahm der Turnierbetrieb auf dem Hofgut Kranichstein wieder Fahrt auf. „Wir haben enormen Zuspruch. Die Reiter scheinen richtig ausgehungert zu sein“, erklärte Stefan Schäfer, der diesem Drang mit Turnieren im Wochenrhythmus gerecht werden will. Wegen des ebenso spürbaren Argwohns betont Andreas Wendenburg als Mitverantwortlicher, dass weiterhin nur Berufs- und Kaderreiter ins Viereck dürfen. Anders als in vielen anderen Bundesländern lassen Hessens Corona-Regeln Turniere dieser Art zu.

Zu den Regeln gehört auch: keine Zuschauer und nur ein Begleiter pro Teilnehmer. So verliert sich ein Dutzend Personen – inklusive Wertungsrichter und Reiter – in der gut 1500 Quadratmeter großen Halle des Hofguts. Da reitet selbst eine Olympiasiegerin vor leeren Tribünen. Was für Dorothee Schneider derzeit normal ist, beim Weltcup eine Woche zuvor in Salzburg war es nicht anders. „Ich komme einfach gerne nach Darmstadt. Ich finde es schön, dass wir hier die Möglichkeit bekommen, die Pferde zu präsentieren.“ Diese Möglichkeiten sind derzeit rar, zudem war eine S* Dressur mit Trense im Angebot. „Ich nutze solche Prüfungen gerne, denn ich bin jemand, der auch gerne auf Trense ausbildet“, erklärte die Mannschafts-Olympiasiegerin, die auf „Heideblüte“ mit 70,721 Prozentpunkten einen für sie eher ungewohnten zweiten Platz hinter Hendrick Lochthowe (RFV Griedel/72,342) belegte. „Es war seine erste S*-Prüfung und er hat sich ein bisschen viel ablenken lassen“, beschrieb Schneider den Lernprozess des jungen Wallachs. „Ich hatte mir diese Prüfung aber auch gewünscht, weil es eine gute Gelegenheit ist, junge Pferde an S-Niveau heranzuführen.“

Diese  Gelegenheit nutzte auch Jennifer Buda für „Don Diegos“ Debüt auf S-Niveau. „Ich bin sehr zufrieden, er hat  ja gerade erst das Mindestalter dafür erreicht und war eines der jüngsten Pferde in der Prüfung“, erklärte die für den RFV Trebur reitende Wallerstädterin und zeigte sich auch nachsichtig mit einer außerplanmäßigen Sprungeinlage ihres sieben Jahre alten Wallachs: „In dem Moment dachte ich: Das darf doch nicht wahr sein. Bis dahin lief er so schön“. Reiterin und Pferd fanden schnell zur Konzentration zurück. Aber bei einer Endnote von 64,820 fehlten eben die Prozentpunkte, um sich im dichten Mittelfeld der 67er-Noten einzusortieren.

Besser lief es für Claudia Feldmann, die auf ihrer „Betty Barclay“ mit 68,509 Prozentpunkten in der S**-Prüfung zum Abschluss des  Dressurtags (zwei Springtage folgten noch) nur hinter Eyal Zlatin (RFV Griedel/70,263) auf „Rockmusik“ lag. Die Reiterin des RFV Griesheim nutzte den Saisonauftakt in Heimatnähe gerne, um mehrere Pferde die erste Wettkampfluft des Jahres schnuppern zu lassen. Schon in vier Wochen gibt es für die Dressurreiter die nächste Gelegenheit. Was Dorothee Schneider ein bisschen in die Zwickmühle bringt. „Leider ist am gleichen Wochenende ein Weltcup in Doha. Dort herrschen beste Bedingungen, und anders als in den vergangenen Jahren hätte ich auch ein passendes Pferd“. Mit dem sie sich zudem für Olympia empfehlen will, auch wenn sie die Aussichten eher verhalten bewertet: „Wenn die Spiele aus gesundheitlichen Gründen für uns alles ausfallen müssen, dann ist das halt so. Wenn es nur so eine halbe Sache wird, sollte man es besser bleiben

lassen“. Sollte wiederum die Reise nach Doha auch logistisch zu aufwendig werden, reitet sie gerne wieder in Darmstadt – auch vor leeren Rängen.

 

KRANICHSTEIN EVENTS setzt Turniere fort

Darmstadt, 07. Januar 2021

Nach einer kurzen gut 4-wöchigen Turnierpause beginnen die Veranstalter in Darmstadt-Kranichstein wieder mit dem Turnierbetrieb.

Vom 29.-31.Januar findet gleich ein dreitägiges Turnier statt. Dabei kommen am ersten Turniertag die Dressurreiter zum Zuge mit Prüfungen für junge Dressurpferde bis hin zu einer Drei-Sterne-Prüfung einer Intermediare II. An den beiden darauffolgenden Tagen geht es dann für die Springreiter los mit Springpferdeprüfungen Klasse A* bis L und Springen der Klassen A** bis M**.

Gleich eine Woche später, am 05. und 06.Februar 2021 folgt ein weiteres zweitägiges Springturnier, bevor dann vom 12.-14.Februar 2021 das im Dezember ausgefallene Turnier für U25-Reiter, mit dem Finale zum Preis der Dieter Hofmann-Stiftung und dem Finale zum Bundesnachwuchschampionat der Ponyspringreiter –gefördert durch die Horst Gebers-Stiftung, nachgeholt wird.

Ein weiteres zweitägiges Springturnierfolgt am 20. bis 21. Februar 2021, bevor dann am letzten Februarwochenende noch einmal die Dressurreiter zum Zuge kommen mit Prüfungen der 3-Sterne Kategorie, unter anderem als Finale einem Grand Prix de Dressage.

Zunächst erschließt sich der Teilnehmerkreis weiterhin nur auf Berufs- und Kaderreiter. Zuschauer sind aufgrund der aktuell herrschenden Corona Lage nicht zugelassen. Die Veranstalter setzen auf ihr bewährtes Hygienekonzept, um so allen behördlichen Anforderungen zu genügen.

Alle Turniertermine, Informationen und Ausschreibungen sind unter www.turnierbuero-schaefer.de  und www.kranichstein-events.de zu finden.

PRESSEMITTEILUNG – KRANICHSTEIN EVENTS Andreas Wendenburg & Stefan Schäfer GbR

ABSAGE Kranichstein Xmas Indoors 2020 Reitturnier

Darmstadt, 14. Dezember 2020

Das Jugendkader-Springreitturnier „Kranichstein Xmas Indoors“ vom 18. bis 20. Dezember 2020 auf dem Darmstädter Hofgut Kranichstein wird abgesagt. Dies wurde vom Veranstalter-Team „Kranichstein Events“ zusammen mit dem Hauptsponsor, der „Dieter-Hofmann-Stiftung“, angesichts der aktuellen Lage entschieden.

„Es wäre aus unserer Sicht nicht das richtige Signal, beim anstehenden Lockdown weiter zu machen – auch wenn es möglich gewesen wäre.“ so die Turnierchefs Andreas Wendenburg und Stefan Schäfer.

Der Veranstalter und der Sponsor – der den Jugendsport fördert – sehen sich gegenüber den Teilnehmern, Pflegern und Helfern in einer besonderen Verantwortung.

In Hoffnung auf bessere Zeiten wird ein Turnier mit identischer Ausschreibung für Februar 2021 geplant.

 

Weitere Informationen unter: www.kranichstein-events.de